Auch wenn Sie noch so gut ausgerüstet für Ihre Wandertouren sind, ein Wanderunfall ist schnell geschehen. Vor allem in den Bergen ist es nie auszuschließen, dass sich ein Wanderunfall ereignen kann. Lesen Sie hier, wie Sie sich bei einem Wanderunfall richtig verhalten.
Wanderunfall – Wie funktioniert Bergrettung?
Bei einem Wanderunfall kann es sich sowohl um leichte als auch um schwere Verletzungen handeln, bei welchen jede Minute zählt. Deshalb sollte jeder, der in den Bergen unterwegs ist, wissen, wie er sich bei einem Wanderunfall verhalten muss und was er zuerst zu tun hat.
Heutzutage ist kaum einer ohne Handy unterwegs. Aber wissen Sie, welche Telefonnummer Sie bei einem Wanderunfall wählen müssen? Hier finden Sie die wichtigsten Notrufnummern, die Sie bei einem Wanderunfall anrufen können:
- Deutschland: 112
- Österreich: 140
- Schweiz: 144
- Italien und Südtirol: 118
- Slowenien: 112
- Frankreich: 15
- Kanada und USA: 911
Es gibt auch Telefonnummern, über die Sie bereits vor Ihrer Wandertour Informationen über die Begehbarkeit der Wanderwege einholen können:
- Deutschland: Alpine Auskunft des DAV, 089-29 49 40
- Österreich: Alpine Auskunft des OeAV, 0043-512-58 78 28
- Südtirol: Alpine Auskunft des AVS, 0039-0471-99 99 55
- Frankreich: Chamonix, Office de haute montagne, 0033-450-53 22 08
Wanderunfall – Wie verhalte ich mich richtig?
Der erste und wichtigste Schritt bei einem Wanderunfall lautet: Ruhe bewahren und die Lage richtig einschätzen! Wenn Sie der Meinung sind, dass durch den Wanderunfall schwere Verletzungen entstanden sind, sollten Sie sofort einen Notruf absetzen. Bei einem schweren Wanderunfall zählt jede Minute! Wenn Sie einen Notruf absetzen, sollten Sie folgende Fragen beantworten können: Was genau ist bei diesem Wanderunfall passiert? Wie viele Verletzte gibt es bei diesem Wanderunfall? Wo und wann hat sich dieser Wanderunfall ereignet? Wie ist das Wetter am Ort des Wanderunfalls? Denn wenn ein Hubschraubereinsatz nötig ist, müssen die Rettungssanitäter wissen, welche Sichtverhältnisse, Windrichtungen und Windstärken am Ort des Wanderunfalls herrschen. Und letztlich müssen Sie mit angeben wer überhaupt den Wanderunfall meldet. Nachdem Sie den Notruf abgesetzt haben, sollten Sie keine weiteren Anrufe tätigen, damit Sie für die Rettungsleitstelle erreichbar sind.
Wanderunfall – Was tun, wenn das Handy einen im Stich lässt?
So nützlich das Handy auch sein kann, Sie sollten sich nicht nur auf Ihr Handy verlassen. Gerade in den Bergen hat man oft nur schlechten bis nahezu keinen Empfang. Bei einem Wanderunfall können Sie sich auch durch Pfiffe, Rufe und Lichtsignale bemerkbar machen. Wer bei einem Wanderunfall Hilfe braucht, gibt alle zehn Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (6x pro Minute). Danach folgt eine einminütige Pause. Retter geben alle 20 Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (3x pro Minute) mit einer anschließenden einminütigen Pause.
Mit diesen Wandertipps sind Sie perfekt für den Notfall ausgerüstet. Natürlich hoffen wir, dass Sie erst gar nicht in einen Wanderunfall verwickelt werden!
